Kochabend 27.02.2026
Zum heutigen Kochabend hat uns Pietro zu einem mediterranen Ausflug eingeladen, um uns die kulinarische Vielfalt seiner italienischen Wurzeln näherzubringen. Doch nicht nur das: Pietro besitzt auf Sizilien sogar eigene Ölbäume, aus deren Früchten er Olivenöl presst – ein Öl, das an diesem Abend in mehreren Gerichten eine besondere Rolle spielte.
Es gab eine ganze Reihe an Gemüsesorten, die viele von uns noch nie oder kaum verwendet hatten. Entsprechend groß war die Neugier. Und Vielfalt war reichlich geboten, denn Pietro hatte ein 9‑Gang‑Menü vorbereitet.
Los ging es mit folgendem Amuse:
Crostini mit Paprikacreme und Gorgonzola/Walnuss/Birne
Zwei Crostini eröffneten den Abend:
- eines mit einer Paprika‑Frischkäse‑Creme
- eines mit geschmolzenem Gorgonzola dolce, pochierter Birne und leicht gerösteter Walnuss
Ein sehr leckerer Auftakt – vielleicht etwas großzügig portioniert, aber geschmacklich absolut überzeugend.
Dann ein Teller Antipasti mit sardischem Brot:
Gegrillte Paprika und gegrillte Zucchini mit Pane Carasau
Die Paprika war mit Petersilie aromatisiert, die Zucchini mit Minze – beides natürlich mit Knoblauch und Olivenöl. Dazu das knusprige sardische Pane Carasau.
Besonders die Kombination Zucchini & Minze überraschte uns besonders positiv.Es folgten zwei Primi. Zu Beginn ein Primo aus Apulien:
Ein sehr ursprüngliches Gericht von der Stiefelspitze Italiens. Die Hütchennudeln oder eben Orecchiette kommen von da. Sie wurden hier kombiniert mit Cime di Rapa zu deutsch ein Stängelkohl, der eng mit dem Brokkoli verwand ist. Er muss durchaus lange gekocht werden, damit die Fasern essbar werden. Um die frische grüne Farbe zu erhalten wurde ein Teil nicht ganz so lange gekocht und dafür dann gemixt.
Sardellenbrösel gaben dem Gericht die perfekte Würzigkeit.
Das zweite Primo ebenso aus Apulien und mit noch weniger Zutaten. Aber das muss ja nichts heißen.
Fave mit Cicorie
Ein Brei aus gekochten getrockneten Saubohnen (Fave), lediglich mit Salz und Olivenöl abgeschmeckt. Dazu Cicorie eine italienische Kulturform des Löwenzahns der wie der Stängelkohl viele Bitterstoffe enthält wurde so kurz wie möglich blanchiert um auch hier wieder sein saftiges Grün zu erhalten. Dann wieder mit einem ordentlichen Schuss Olivenöl ein einfaches aber sehr schmackhaftes Gericht.
Für den Fisch und Fleischgang kam dann die Tomate ins Spiel, auch ein wichtiger Vertreter der mediterranen Küche:
Merluzzo in umido (Kabeljau) mit Kartoffel, Kichererbsen, Kapern und Tomaten
Fast schon ein Eintopfgericht. Ein Gemüse aus Kartoffel, Kichererbse und Tomate, aromatisiert mit Weißwein und Kapern. Dazu ein perfekt gegarter Skrei, ideal für die Jahreszeit.
Dazu hab es noch eine frische Beilage:
Fenchel-Orangensalat
Der klassische Fenchel-Orangensalat brachte eine schöne frische Komponente zu diesem Gang.
Vor dem Hauptgang noch ein erfrischendes:
Apfel-Ingwer Sorbet
Beim Kochkurs vor ein paar Wochen haben wir es geübt Nocken zu formen, sicher noch verbesserungswürdig, aber wir sind auf dem Weg. Geschmacklich erfrischend, für manche von uns evtl. etwas zu dominantes Ingwer. Aber so ist Geschmack.
Polenta mit Spezzatino
Ein kräftiges Schmorgericht mit wunderbar zartem Rindfleisch und Stücken von Salsiccia, die der Sauce viel Aroma verliehen. Dazu cremige Polenta, perfekt zum Aufnehmen der intensiven Sauce.
Ein unfassbar leckerer, herzhafter Hauptgang.
Aber nun war noch nicht Zeit für Süßes. Pietro hat uns noch eine Spezialität mitgebracht:
Carciofi in umido (Artischoke)
Geschmorte Artischocke, gefüllt mit Knoblauch und Pecorino. Glücklicherweise hatten wir eine Sorte, die sich leicht verarbeiten ließ und fast vollständig essbar war. Optisch vielleicht kein Highlight, aber sehr aromatisch und lecker.
Aber natürlich muss so ein Menü noch mit einem klassischen Dessert enden:
Cannoli siciliane mit Ricotta
Aus Zeitgründen wurden die Röllchen nicht selbst hergestellt. Gefüllt war das frittierte Teigröllchen mit einer Ricotta-Creme und an den Enden einmal mit Schokolade und einmal mit Pistazien verschlossen.
Danke lieber Pietro für diese kulinarische Reise nach Italien und dafür, dass du uns Spezialitäten näher gebracht hast, die wir teilweise noch gar nicht kannten.
In zwei Wochen treffen wir uns schon wieder zum Kochabend von Jürgen. Wir freuen uns schon.












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